Webstühle

Ein Schachtenwebstuhl wie der in der Bandweberstube hat nur begrenzte Musterungsmöglichkeiten. An diesem Webstuhl von 1907 werden beispielhaft Geschenk- und Nationalbänder produziert.

Ein Jacquardwebstuhl verfügt über einen Aufsatz mit Lochkartensystem. In der Tat war es Joseph-Marie Jacquard, ein französischer Weber, der 1805 die Lochkartensteuerung zur Musterung gewebter Stoffe erfand und erstmals einsetzte. Damit lässt sich jeder einzelne Kettfaden anheben, was unendlich viele verschiedene Musterungen ermöglicht.

An diesem Jacquardwebstuhl entsteht ein Schmuckband mit Blumenmuster.

Ein Bandwebautomat arbeitet mit Greifer und Nadel. Er webt ein vielfaches schneller als ein herkömmlicher Bandwebstuhl, hier zum Beispiel mit (noch moderaten) 1200 Schusseintragungen pro Minute. Eine elektronische Überwachung sorgt dafür, dass bei einem Fadenbruch der Webautomat sofort still steht.
Hier wird ein elastisches Besatzband für Dessous gefertigt.