Zum Schnuppern
In Raum 1 des Museums zeigen wir Ihnen neben traditionellen Bandarten ausgewählte Muster- und Ausbildungsbücher.
Sie erhalten einen ersten Eindruck von der vielfältigen Verwendung der Bänder.

Zum Erinnern
Sie befinden sich im zweiten Museumsraum, einer Hausbandweberstube alten Stils, in deren Zentrum der Schachtenwebstuhl von 1907 steht. Der Bandstuhlschreiner stimmte die Maße des Bandstuhls jeweils auf die Größe der Stube ab. Hier befinden sich neben Herd und Esstisch die Arbeitsgeräte der Bandweberfamilie wie Spulmaschine und Haspel. Der Webstuhl übertönt jede Unterhaltung mit seinem charakteristischen Klappern, im Volksmund "Getauengerappel" genannt.

Zum Vertiefen
Will man komplizierte Motive, wie z.B. Blumen oder Schriftzüge weben, müssen einzelne Kettfäden in völlig unterschiedlichen Kombinationen angehoben werden. Dazu erfand der Franzose Charles Marie Jacquard zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Webstuhl mit Lochkartensystem, der im dritten Raum des Museums ausgestellt ist.

Weiterhin ist die moderne Bandweberei mit einem Nadelautomat von 1989.
Dieser Automat arbeitet so schnell, dass die Bewegung von Greifer und Nadel mit dem menschlichen Auge nicht zu sehen sind.
Eine Bilderwand und moderne Produkte der Weberei, vor allem technische Gewebe, verdeutlichen die rasante Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

Zur Ergänzung
Neben der Bandweberei hat die Flechterei einen erheblichen Anteil an der Textilindustrie im Tal der Wupper. So liegt es auf der Hand, dass Sie im Museum auch Flechtmaschinen, sogenannte Riemengänge, vorfinden.

Wichtige Flechtprodukte sind Schuhriemen, Kordeln, Besatzartikel für die Bekleidungsindustrie und mit steigender Tendenz Produkte für technische Verwendungszwecke wie z.B. Ummantelungen von Kabeln (Rundgeflechte).